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Solarthermie – unkomplizierte und nachhaltige Energienutzung für Eigenheimbesitzer?

Sonne ist Leben. Schon im Altertum nutzten die Menschen ganz selbstverständlich ihr Wärmepotential. War sie zwischenzeitlich ein wenig aus unserem Bewusstsein verschwunden, so besinnen wir uns heute wieder auf ihre energetische Kraft. Sonnenkollektoren fangen mit Photovoltaik die warmen Strahlen ein, um Strom zu produzieren. Sonnenwärme wird mehr denn je zur Energiequelle für moderne Haustechnik eingesetzt. Solarheizungen spenden Wärme, Solarthermie-Anlagen verwandeln die Sonnenenergie in warmes Wasser. Aber lohnt sich der Aufwand für den Einbau einer solchen Anlage? Und wie funktioniert das Ganze eigentlich?

Wie funktioniert eine Solarthermie-Anlage?

Das Wort „Solarthermie“ setzt sich zusammen aus dem lateinischen Wort „sol“ für Sonne und dem altgriechischen Wort „therm“ für Wärme. Sonnenkollektoren, die meistens auf dem Dach eines Hauses oder an sonnenfreundlich gelegenen Aussenflächen liegen, fangen das Sonnenlicht ein. Diese Energie wird über eine in den Kollektoren enthaltene Solarflüssigkeit an einen Solarspeicher weitergeleitet, der sich meist im Haus befindet. Mithilfe eines Wärmetauschers wird das Wasser in diesem Wärmespeicher erhitzt. Anschliessend fliesst die Solarflüssigkeit über ein Leitungsnetz zurück in die Kollektoren. Es gibt Solarwärmeanlagen, die nur das täglich benötigte Brauchwasser erhitzen. Andere liefern auch Warmwasser zur Heizungsunterstützung.

Was ist der Unterschied zwischen Solarwärme und Photovoltaik?

Zwar funktionieren beide Systeme nach dem Prinzip, Energie aus dem Sonnenlicht zu gewinnen. Der wesentliche Unterschied ist aber schon an der Wortzusammensetzung erkennbar. „Photo“ bedeutet „Licht“, „Volt“ steht dagegen in Zusammenhang mit Strom, also mit elektrischer Spannung. Die Solarkollektoren der Thermik-Anlagen leiten die Energie aus der Sonne an eine Flüssigkeit weiter, um warmes Wasser zu produzieren. Die Komponenten in der Photovoltaik dagegen wandeln das eingefangene Sonnenlicht mittels Solarzellen in Strom um. Solarthermie-Anlagen werden hauptsächlich installiert, um umweltfreundlich warmes Wasser zu liefern oder bestehende Heizungsanlagen zu entlasten. Photovoltaik-Anlagen können Energie für den Eigenverbrauch liefern. Meistens wird der so produzierte Strom jedoch ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Welche Vorteile bietet eine Solarheizung?

Gegen eine Nutzung der Sonnenwärme sprachen lange die hohen Kosten der Anlagentechnik, die anfangs sehr teuer war. Mittlerweile hat sich das grundlegend geändert. Durch die gestiegene Nachfrage sind die Preise für Solartechnik gesunken. Viele Hausbesitzer achten heute nicht mehr nur auf den Kosten-Nutzen-Faktor. Im Zusammenhang mit dem Klimaschutz ist eine ressourcenfreundliche Energiegewinnung für viele zum entscheidenden Kriterium geworden. Die Vorteile sind nicht mehr von der Hand zu weisen:

  • Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen
  • regionale Nutzung, Solarwärme muss nicht von weither importiert werden
  • Moderne Speichertechnik erlaubt die Nutzung auch an Schlechtwettertagen.
  • Die Anlagenleistung lässt sich individuell anpassen, entweder nach vorhandenem Budget oder gewünschter Leistung.

Kann eine Solaranlage mit anderen Heizsystemen wie etwa Wärmepumpen gekoppelt werden?

Fachleute empfehlen in der Regel, die Solaranlage mit einer nicht solaren Heizungsanlage zu verbinden. Damit können sowohl Temperatur- als auch Energiepreisschwankungen gut ausgeglichen werden. Die Solarthermie ist eigentlich mit jeder Heizungsart koppelbar. Besonders effizient und umweltfreundlich wäre eine Mischung aus Holzheizungen und Solarthermie-Anlagen oder Wärmepumpen. Holz ist ein nachwachsender und in der Schweiz leicht verfügbarer Brennstoff. Es verbrennt CO2-neutral und kann in der kälteren Jahreszeit die Energie aus der Sonne perfekt ergänzen. Da Wärmepumpen mit Luft aus ihrer Umgebung arbeiten, sind sie ebenfalls klimaneutral.

Warum lohnt sich der Einbau von Sonnenkollektoren?

Ihre gebirgige Lage ist für die Schweiz in Sachen Solarenergie ein grosser Vorteil. Die Energieeffizienz einer solchen Anlage steigt nämlich mit der Höhenlage an. Das bedeutet: je höher der Standort, desto intensiver die Sonneneinstrahlung. Die Solaranlage kann diesen Standortvorteil gut ausnutzen. Da kein CO2 – besonders in Verbindung mit einer Holzheizung – ausgestossen wird, kann bei dieser Art von Heiztechnik keine CO2-Abgabe fällig werden. Inzwischen sind die Solaranlagen auch sehr innovativ und feinfühlig geworden. Schon ein Quadratmeter Kollektorfläche reicht aus, um den jährlichen Warmwasserbedarf für eine Person um bis zu 40 Prozent zu senken.

Wie lange hält eine Solarthermie-Anlage und warum ist ein Einbau langfristig von Vorteil?

Ein grosses Plus der Solaranlagen ist ihre robuste und intelligente Technik. Sie sind nahezu wartungsfrei und funktionieren vollautomatisch. Eine Anlage läuft heutzutage 20 bis 25 Jahre. Günstig für den Einbau von Sonnenkollektoren ist eine steile Dachneigung. Allerdings lassen sich Differenzen mithilfe von Stützsystemen gut ausgleichen. Die etwas höheren Anschaffungskosten relativieren sich schnell durch niedrigere Energiekosten, selbst wenn du nur eine vorhandene Heizung mit einem Sonnenkollektor aufrüstest. Ein weiterer Pluspunkt ist die Wertsteigerung. Umweltschonende Technik ist gefragt wie nie. Ein mit Solartechnik ausgestattetes Haus hat also einen wesentlich höheren Marktwert als eines mit herkömmlicher Heizung.

Wird der Einbau einer Solarheizung vom Bund gefördert?

Im Zuge der Nachhaltigkeit fördert die Regierung mittlerweile alle Arten von erneuerbaren Energien, speziell die Solarwärme. Dabei ist es gleichgültig, ob die Anlage zur Warmwasser- oder zur Stromgewinnung installiert wird. Fast alle Kantone zahlen Zuschüsse für Solarthermie-Anlagen. Darüber hinaus gibt es von vielen Gemeinden in der Schweiz noch zusätzliche Fördergelder. Der Einbau einer Solaranlage kann bei der Steuererklärung geltend gemacht werden. Auch der Einbau von Wärmepumpen wird vom Bund finanziell unterstützt.

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