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Heizung entlüften: So funktioniert es

Wenn die Heizkörper in einem Raum oder in der gesamten Wohnung nicht richtig warm werden oder ganz kalt bleiben, kann die Ursache zu viel Luft im Radiator sein. Ein klares Indiz ist, wenn du ein ständiges Gluckern hörst. In diesem Fall hilft es nicht, die Heizung stärker aufzudrehen. Vielmehr steht eine Entlüftung der Heizung an. Eine regelmässige Entlüftung der Radiatoren stellt die Funktionsfähigkeit der Heizung sicher und spart Energie. Hier erfährst du, was du für eine Heizkörperentlüftung benötigst und wie du sie fachgerecht durchführst.

1. Die Heizung zum richtigen Zeitpunkt entlüften

Immer, wenn du durch Gluckern feststellen, dass sich viel Luft im Heizkörper befindet, solltest du eine Entlüftung durchführen. Entlüfte ausserdem neue Radiatoren vor dem Gebrauch. Dasselbe gilt für alle Heizkörper der Wohnung oder des Hauses unmittelbar vor Beginn der Heizperiode. Eine Heizkörperentlüftung lässt sich schnell und einfach durchführen. Auch wenn keine Luft aus dem Entlüftungsventil entweicht, schadet es nicht, die Radiatoren regelmässig zu überprüfen. Dafür ist lediglich ein Zeitaufwand von etwa fünf Minuten nötig. Zusammengefasst:

  • Neue Heizkörper enthalten oft viel Luft und sollten vor Inbetriebnahme routinemässig entlüftet werden.
  • Lass zuhause unmittelbar vor der Heizperiode die Luft aus allen Heizkörpern. Dies sorgt für die gleichmässige Erwärmung und das reibungslose Funktionieren aller Radiatoren.
  • Wenn ein permanentes Gluckern zu hören ist und der Radiator sich teilweise oder zur Gänze nicht richtig aufheizt, ist eine Entlüftung nötig.

2. Das richtige Zubehör für die Entlüftung des Heizkörpers

Für die Heizkörperentlüftung benötigst du einen Entlüftungsschlüssel. Dabei handelt es sich um einen genormten Vierkantschlüssel, den es im Sanitärfachgeschäft oder im Baumarkt gibt. Vielfach werden die günstigen Schlüssel bei einer neuen Heizungsanlage gleich mitgeliefert. Darüber hinaus brauchst du für die Heizkörperentlüftung einen dünnwandigen Becher. Dabei kann es sich um einen leeren Joghurtbecher oder einen Zahnputzbecher handeln. Er dient dazu, das Heizungswasser aufzufangen. Falls doch etwas Heizungswasser auf den Boden tropft, wischt du es mit einem Lappen auf.

3. Die Heizungsanlage für die Entlüftung vorbereiten

Besonders wichtig ist, dass du vor einer Heizungsentlüftung die Umwälzpumpe der Heizungsanlage abstellst. Auf diese Weise sorgst du dafür, dass keine Luft mehr in den Rohren herumgewirbelt wird. Der eingeschlossene Sauerstoff bleibt dort, wo er ist, und wird beim Entlüftungsvorgang vollständig abgeführt. Wenn du keinen Zugriff zur Pumpe hast, kannst du alternativ den Heizkreislauf der Wohnung schliessen. Warte dann vor der Heizungsentlüftung eine Stunde, bis sich die Luft in den Radiatoren gesammelt hat.

4. Ventile für Luft und für Heizungswasser identifizieren

Manche Heizkörpermodelle enthalten mehrere Ventile, die sich auf gegenüberliegenden Seiten des Thermostats befinden. Während das untere Ventil in der Regel dazu dient, Heizungswasser abzulassen und den Wasserdruck zu regulieren, handelt es sich beim oberen um das Entlüftungsventil. Bei Handtuchheizkörpern im Badezimmer befindet sich das Ventil im oberen hinteren Bereich. Ein Tipp: Bei älteren Heizkörpern bereiten manchmal verklemmte oder angerostete Ventile Probleme. In einem solchen Fall hilfst du vorsichtig mit einer Pumpenzange nach. Achte aber darauf, dass der Schlüssel nicht abbricht.

5. Die Heizung entlüften

Der Entlüftungsvorgang funktioniert bei jedem mit Gas oder Öl betriebenen Heizungssystem ähnlich. Als erstes stellst du die Umwälzpumpe ab. Drehe dann den Heizkörper maximal auf. Halte nun das Gefäss direkt unter das Entlüftungsventil. Nimm den Schlüssel und öffne das Ventil mit einer leichten Drehung nach links. Warte, bis die Luft komplett entwichen ist. Wenn das Zischen aufhört und Heizungswasser austritt, drehst du das Ventil wieder zu. Schon ist der Entlüftungsvorgang abgeschlossen. Wiederhole ihn nun bei jedem Radiator.

6. Effizient entlüften und Energie sparen

Drehe bei der Entlüftung das Ventil langsam auf. Beende den Drehvorgang, wenn du ein Zischen hörst. Halte stets das Gefäss direkt unter das Ventil, um ausströmendes Wasser aufzufangen. Wenn du alle Radiatoren im gesamten Gebäude entlüften willst, beginnst du am besten in den oberen Stockwerken. In den Radiatoren, die von der Heizungsanlage am weitesten entfernt sind, sammelt sich erfahrungsgemäss die meiste Luft. Überprüfe nach dem Entlüftungsvorgang den Druck der Heizungsanlage. Bei zu niedrigem Druck nutzt du die Heizungspumpe, um Wasser auf die Heizung zu lassen. Den aktuellen Druck liest du am Monometer des Heizungssystems ab. Dort sollte der Zeiger sich nicht im roten Bereich befinden.

7. Die Heizung auf andere Defekte überprüfen

Wenn das Entlüften der Heizungsanlage nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann ein verkalktes Thermostat die Ursache sein. In diesem Fall fehlt es am hydraulischen Ausgleich und die Radiatoren werden nicht richtig warm. Die Heizung verbraucht dann zu viel Energie, und die Heizkosten steigen. Lasse deshalb die Heizung von einem Installateur überprüfen. Er verfügt über Know-how und Erfahrung und stellt die Funktionsfähigkeit der Heizung schnell wieder her. Sinnvoll ist auch eine regelmässige Wartung der Heizung durch einen Fachmann. Sie erhält die Garantie auf Heizungsanlage und Radiatoren.

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