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Wasserleitungen zum Transport von Trinkwasser bis vor die eigene Haustür

Wasserleitungen zum Transport von Trinkwasser bis vor die eigene Haustür

Die Bereitstellung von Trinkwasser und Brauchwasser ist mit einer sehr hohen Verantwortung verbunden. Neben dem Trinkwasserschutz ist es vor allen Dingen die Grundversorgung mit dem kostbaren Gut, welche zu den Hauptaufgaben der öffentlichen Verwaltung zählt. Der nachhaltige Umgang mit der immer knapper werdenden Ressource wird darüber hinaus auch in der Landwirtschaft und der Industrie immer wichtiger. Wie Wasserleitungen aufgebaut sind und welchen Normen sie unterliegen erfährst du in diesem Artikel.

Was ist eine Wasserleitung?

Die Wasserleitung ist ein technisches System aus Rohren, Kanälen, Formstücken und Armaturen. Die Grundversorgung verschiedener Lebens- und Arbeitsbereiche mit dem kostbaren Gut erfolgt ausserhalb der Infrastruktur durch Kanäle, Wassergräben und Sammelbecken, die entweder als Flachlandspeicher im Gebirgsvorland oder als Talsperre beziehungsweise Wehr im Gebirgstal angesiedelt sind. Zur für den menschlichen Gebrauch genutzten Wassermenge gehört neben der Trinkwasserversorgung privater, öffentlicher oder gewerblicher Haushalte noch die Betriebswasserversorgung der Landwirtschaft und Industrie mit Brauchwasser. Der Wasserverbrauch der Personenhaushalte beträgt insgesamt rund 10 bis 15 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs, wobei die Landwirtschaft mit etwa 70 Prozent am Verbrauch der Hauptverbraucher ist.

Welche Materialien und Systeme werden für die Wasserversorgung genutzt?

Trinkwassersysteme bestehen aus

  • Beton- und Stahlbeton
  • Steinzeug
  • Blei
  • Verzinkter Stahl
  • Edelstahl
  • Kupfer, Messing, Rotguss
  • Kunststoff

Werden für Kanalisationen, Grundleitungen und Versorgungsleitungen der Wasserwerke ausserhalb der Hausanschlüsse vor allem Kanäle sowie Rohre aus Beton, Stahlbeton beziehungsweise Steinzeug verwendet, greift die hausinterne Wasserversorgung überwiegend auf Metall- und Kunststoffrohre zurück. Das Verbot von gesundheitsschädlichem Blei in der Trinkwasserversorgung führte zur Etablierung gesundheitsunbedenklicher Stoffe wie Stahl, korrosionsfreiem Stahl (verzinkter Stahl, Edelstahl) und Kupfer. Muffen und Fittings aus Messing und Rotguss werden wie die Kupferleitung selbst zunehmend durch Kunststoffe ergänzt. Zunächst als gesundheitsunbedenklich eingestuft wird hier jedoch inzwischen das Schadpotenzial von Mikroplastik und Kunststoffrückständen hinterfragt. Zur Beseitigung von Schadstoffen im Trinkwasser ist eine Filterinstallation anzuraten, um die Qualität des Wassers zu gewährleisten.

Warum werden die Masse der Wasserleitung beziehungsweise Rohre in Zoll angegeben?

Die Ausrichtung der Wasserleitungen und Rohre in Zoll erfolgte durch die Normung der Metallgewinde 1841 in England durch Sir Joseph Whitworth. Da die Engländer ausserdem die ersten waren, die auf dem europäischen Festland Gasrohre verlegten, etablierte sich diese Masseinheit bei der Trink- und Brauchwasserversorgung sowie im Heizungsbau. Die Masseinheit von einem Zoll entspricht genau 2,54 Zentimeter. Dabei wird der Innendurchmesser des Rohres in Zoll angegeben, wobei während der Installation darauf geachtet werden sollte, dass der Gesamtdurchmesser des Rohres je nach Rohrwandstärke schwanken kann. Das Rohrgewinde, welches an den jeweiligen Rohrenden angebracht ist, gibt somit die entsprechende Grösse für Winkel und Verbindungsstücke an.

Welche Normen und Vorschriften garantieren die Qualität des Trinkwassers?

Zahlreiche Normen und Vorschriften sorgen für eine hohe Trinkwasserqualität in der Schweiz. Das als Lebensmittel eingestufte Wasser für den menschlichen Bedarf ist Süsswasser mit einem hohen Reinheitsgrad. Neben der Bereitstellung von Energie durch die Wasserkraftwerke sowie den Verbrauch des Wassers als Betriebswasser geniesst der Trinkwasserschutz eine hohe Aufmerksamkeit: Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Anforderung an die Qualität des Trinkwassers dient der Aufrechterhaltung der Gesundheit und Hygiene in jedem privaten und gewerblichen Haushalt. Damit verbunden, orientieren sich die EU sowie die europäischen Mitgliedsstaaten an der von der WHO herausgegebenen Norm für Trinkwasser in ihren jeweils länderspezifischen Gesetzgebungen, Richtlinien und Landesfassungen.

Wo werden die Wasserleitungen im Haus verlegt?

Trinkwasserleitungen, die nach dem Anschluss des Hauses an das Trinkwassernetz der Kommune im Gebäude verlegt werden, können sowohl auf als auch unter dem Putz verlegt werden. Üblicherweise handelt es sich um Steigleitungen, die rechtwinklig zur Decke oder den Wänden angebracht werden. Neben Rohrhalterungen für die senkrechte und waagerechte Installation kann die Wasserleitung ebenso in waagerechter Haltung im Boden oder Estrich verlegt werden. Oftmals dienen Schächte sowie Kanäle zur Weiterführung sämtlicher Rohrleitungen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Trinkwasser- oder Brauchwasserleitung weder durch Schornsteine noch durch Aussenwände oder Lüftungs- oder Müllschächte führt. Neben der Etagenverteilung ist es hilfreich, Wasserleitungen in Kanälen zu führen, die bei Schäden leicht zu erreichen sind.

Wer zahlt für die Wasserleitung bis zur Grundstücksgrenze, dem Anschluss?

Die Kosten einer Wasserleitung bis zum Anschluss des Hauses werden durch die Gemeindesatzungen erfasst. Das Leitungsrecht, welches eine Dienstbarkeit darstellt, sollte im Grundbuch eingetragen und im Kaufvertrag verfasst worden sein. Im Gebäude selbst hat der Bauträger sämtliche Kosten zu tragen und bei etwaigen Schäden ist sofort ein Sanitär- und Wasserinstallateur zu kontaktieren.

Was ist bei einem Wasserschaden beziehungsweise Schäden an der Wasserleitung zu tun?

Ist bei einem tropfenden Wasserhahn als Ersatz nur etwas handwerkliches Geschick erforderlich, ist ein Wasserschaden oder Rohrbruch ein Fall für den Sanitär- und Wasserinstallateur. Dabei dient die Beseitigung von Wasserschäden durch einen Profi dem Erhalt des Versicherungsschutzes. Wird ein Rohrbruch oder austretendes Wasser festgestellt, ist sofort der Haupthahn der Wasserleitung zu schliessen, um weitere Folgeschäden zu vermeiden. Der Versicherer ist dazu verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Übrigens: Deckt die Gebäudeversicherung alle Schäden an der Bausubstanz ab, übernimmt die Hausratsversicherung die Schäden am Mobiliar.

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