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Heizwert: Was ist das und wofür wird er eingesetzt?

Heizwert: Was ist das und wofür wird er eingesetzt?

Bei der Auswahl einer neuen Heizung wirst du regelmässig mit Begriffen wie dem Heizwert oder dem Brennwert konfrontiert. Beide Kennzahlen beziehen sich hierbei auf die Energie von Brennstoffen und sind somit wichtige Anhaltspunkte, wenn es um die Entscheidung für ein neues Heizsystem geht. So hat der Heizwert beispielsweise einen grossen Einfluss auf die eigenen Heizkosten und kann diese nachhaltig beeinflussen. Doch was versteckt sich überhaupt hinter diesen Begriffen, worin liegen die Unterschiede und wie hoch sind die Heizwerte der gängigsten Brennstoffe?

Was ist der Heizwert?

Der Heizwert bezeichnet die thermische Energie, die bei der Verbrennung eines Brennmaterials freigesetzt wird. Abhängig vom gewählten Ausgangsmaterial wird die Kennzahl in Bezug auf das Volumen oder die Masse des Brennstoffs angegeben. Dabei gilt es zu beachten, dass die Wärme der Abluft, die während der Verbrennung an die Umwelt abgegeben wird, bei der Berechnung des Heizwerts nicht beachtet wird. Der Heizwert zeigt somit die nutzbare Wärmemenge unterschiedlicher Brennmaterialien auf, sodass es einfacher wird, diese hinsichtlich Platzbedarf und Effizienz miteinander zu vergleichen. Zudem kam dem Heizwert in früheren Jahren eine entscheidende Rolle zu, um Feuchtigkeitsschäden am Kamin oder am Heizkessel zu vermeiden. So musste vormals sichergestellt werden, dass der Wasserdampf durch die hohe Temperaturentwicklung gasförmig bleibt und kein Feuchtigkeitsrisiko birgt. Aktuelle Heizsysteme haben mit dieser Begleiterscheinung keine Probleme, sondern nutzen sie vielmehr in der Form von Brennwertkesseln effizient und nachhaltig aus.

Was ist der Brennwert?

Unter dem Brennwert versteht man das Energiemass eines bestimmten Brennmaterials. Im Gegensatz zum Heizwert wird beim Brennwert nicht nur die reine Verbrennungswärme gemessen. Vielmehr beachtet der Brennwert auch die Wärmeenergie, die durch Wasserdampf während der Verbrennung entsteht. Diese sogenannte Kondensationswärme beträgt 8 bis 9 Prozent. Im direkten Vergleich mit dem Heizwert ist der Brennwert somit immer der grössere Wert.

Wie hoch ist der Heizwert von Heizöl und Erdgas?

Die Popularität von Erdgas und Heizöl liegt einerseits in der einfachen und bequemen Handhabung der Brennmaterialien begründet. Andererseits haben beide Brennmaterialien jedoch auch einen sehr hohen Energiegehalt, der sich in den jährlichen Heizkosten bemerkbar macht. So bietet Heizöl, mit einem durchschnittlichen Heizwert von 11,4 Kilowattstunden pro Kilogramm, einen überaus hohen Heizwert. Erdgas liegt mit einem durchschnittlichen Heizwert von 10,36 Kilowattstunden pro Kubikmeter dicht dahinter. Der gute Heizwert ist dafür verantwortlich, dass die beiden Rohstoffe nicht nur in Neubauten und bei Modernisierungen auf grossen Anklang stossen, sondern auch bei Grossprojekten in der Wohnungswirtschaft effizient eingesetzt werden.

Wie hoch ist der Heizwert von Flüssiggas?

Der Preis von Flüssiggas liegt in der Regel unter dem Preis von Heizöl und meist nur wenig über dem Preis von Erdgas. Dabei gilt Flüssiggas als eines der effizientesten Brennmaterialien, wenn es um den Heizwert geht. So liegt der durchschnittliche Heizwert von Propan bei beinahe 13 Kilowattstunden pro Kilogramm. Im Gegensatz zu Heizöl benötigt das Gas auch keinen eigenen Keller für die Lagerung und kann zudem neben dem Heizen auch für das Kochen verwendet werden.

Wie hoch ist der Heizwert von Holz?

Im direkten Vergleich mit Öl und Gas ist der Heizwert von Holz eher gering und zudem auch vom Wassergehalt des Holzes abhängig. So hat Fichtenholz mit 5,2 Kilowattstunden pro Kilogramm Trockenmasse beispielsweise einen höheren Heizwert als Buchenholz, welches lediglich über einen Heizwert von 5,0 Kilowattstunden pro Kilogramm Trockenmasse verfügt. Wird das Buchenholz frisch geschlagen und nicht getrocknet, sinkt der Heizwert auf lediglich 2,16 Kilowattstunden ab. Um einen Liter Heizöl zu ersetzen, sind somit selbst im Optimalfall rund 2,5 Kilogramm trockenes Holz notwendig.

Was versteht man unter Heiztechnik?

Unter dem Oberbegriff Heiztechnik werden alle Systeme, Anlagen und Brennmaterialien zusammengefasst, die dazu dienen, Wärme für einen oder mehrere geschlossene Räume zu erzeugen und diese bedarfsgerecht zu verteilen. Bei der traditionellen Heizwerttechnik wird dabei lediglich die Wärme genutzt, die bei der Verbrennung des Brennmaterials entsteht. Die Abgase, die während der Verbrennung der Brennstoffe anfallen, geben jedoch ebenfalls Wärme ab. Um diese verborgene Wärme nutzbar zu machen, kommt die Brennwerttechnik zum Einsatz.

Was gilt es bei der Auswahl einer ökologischen Heizung zu beachten?

Betrachtet man den CO2-Ausstoss privater Haushalte, so werden durchschnittlich mehr als 60 Prozent der Emissionen durch das Heizen verursacht. Wer Wärmeenergie besonders umweltfreundlich erzeugen möchte, kann hierbei auf Wärmepumpen, Solaranlagen oder auf eine Kombination beider Systeme zurückgreifen. Dennoch lassen sich auch mit modernen Brennwertkesseln grosse Einsparungen erreichen. So erlauben es aktuelle Brennwertheizungen, die thermische Energie nutzbar zu machen, die ansonsten über den Schornstein ungenutzt entweichen würden. Die Verbrennungsgase werden hierbei so weit abgekühlt, dass es zu einer Kondensation kommt. Die Kondensationswärme kann dann wiederum an das Heizsystem abgegeben werden. Dadurch ist es möglich, beinahe 98 Prozent des verfügbaren Wärmepotenzials zu nutzen und Heizkosten langfristig zu senken.

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